Für Angehörige:
Pflegetraining
Gut angeleitet:
Pflegetraining für Angehörige
Viele Angehörige kennen das Problem sicher aus leidvoller Erfahrung: Ihre pflegebedürftigen Eltern, Kinder oder Geschwister werden aus dem Krankenhaus entlassen und sollen nun zu Hause weiter versorgt werden. Doch wie gelingt das, wenn man keine examinierte Pflegefachkraft ist? Damit pflegende Angehörige vor dieser Situation nicht kapitulieren, gibt es bei uns im Gertrudis-Hospital ein eigenes Projekt, das unseren Patienten den Übergang vom Krankenhaus in die eigenen vier Wände erleichtern soll. Im Mittelpunkt steht dabei die systematische Unterstützung der Familien. Ein Baustein dabei ist, Familienmitglieder rechtzeitig auf die veränderte Situation vorzubereiten und sie umfassend zu beraten und zu qualifizieren. Für dieses Projekt haben wir in unserem Haus eine feste Ansprechpartnerin: Frau Regina Kaiser. Sie sagt über die Ziele: „Wir wollen die Fähigkeiten und Kenntnisse der Angehörigen in Fragen der Pflege zu erweitern. Und damit dies gelingt, beginnt das Pflegetraining bereits dann, wenn die Patienten noch bei uns im Krankenhaus sind. Wir üben ganz praktisch am Krankenbett pflegerische Handlungen, zum Beispiel das Aufstehen, das Umbetten oder das Mobilisieren.“ Die Anleitungen werden von examinierten Pflegekräften durchgeführt, die nicht in den Stationsalltag eingebunden sind und deshalb Zeit für die pflegenden Angehörigen und ihre Fragen haben.
Im anschließenden Pflegekursus, der an drei Wochentagen in der Krankenpflegeschule des Gertrudis-Hospitals stattfindet und 12 Zeitstunden umfasst, geht es neben praktischen Übungen zur Pflege vor allem darum, die Versorgung der Patienten zu Hause auf Dauer sicher zu stellen. Regina Kaiser nennt dies „Netzwerke knüpfen“. Dies betrifft zunächst die familiäre Situation, also den Aufbau eines „internen Netzwerks“. Um der Überlastung Einzelner vorzubeugen und die Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen, überlegt die Fachkraft für Pflege-Überleitung gemeinsam mit den Angehörigen, wer welche Aufgaben in der Pflege oder im Haushalt übernehmen kann. Flankierend dazu werden den Familien die Möglichkeiten des „externen Netzwerks“ vorgestellt, also das, was an öffentlichen Hilfen zur Verfügung steht. Das Angebot reicht hier von Ambulanten Diensten über Kurzzeit- und Tagespflege bis hin zu technischen Hilfsmitteln und dem Umbau der Wohnung.
Für alle Fragen rund um das Pflegetraining oder zum Übergang vom Krankenhaus nach Hause steht Ihnen Regina Kaiser gerne zur Verfügung. Sie erreichen sie telefonisch (0209/6191-0) oder per E-Mail:
r.kaiser(at)katholische-kliniken.de
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